Zusammenfassung des Jahres 2010
Mindestens vier Menschen starben
auf dem Wege in die BRD oder an den Grenzen.
Fünf Flüchtlinge erlitten dabei Verletzungen;
davon eine Person an der Ost-Grenze.
Vier Menschen töteten sich selbst angesichts
ihrer drohenden Abschiebung
oder starben beim Versuch,
vor der Abschiebung zu fliehen;
davon befanden sich drei Personen
in Abschiebehaft
Mindestens 49 Flüchtlinge verletzten sich selbst
oder versuchten sich umzubringen und
überlebten z.T. schwer verletzt;
davon befanden sich 21 Menschen in Abschiebehaft.
12 Flüchtlinge wurden durch
Zwangsmaßnahmen oder Mißhandlungen
während der Abschiebung verletzt.
Abgeschoben in ihre Herkunftsländer
kam eine Frau zu Tode.
Mindestens 13 Personen wurden im Herkunftsland
von Polizei oder Militär mißhandelt und gefoltert
oder kamen anderweitig ernsthaft zu Schaden.
Bei abschiebe-unabhängigen Polizeimaßnahmen
wurden mindestens zwei Flüchtlinge verletzt,
davon eine Person durch Bewachungspersonal in Haft.
Einer Schwangeren wurde medizinische Hilfe verweigert,
wodurch ihr ungeborenes Kind starb.
Ein Kind ertrank in einem ungesicherten Teich
auf dem Gelände eines Flüchtlingsheimes.
Bei Bränden und Anschlägen
auf Flüchtlingsunterkünfte wurden
24 Menschen z.T. erheblich verletzt.